Young European Symphony Orchestra &
Young European Big Band Jazz
Galakonzert
Unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments.
Samstag, 12. September, 20 Uhr, Mannheim
Programm
Europahymne
(Thema aus der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven)
*****
Young European Big Band Jazz unter der Leitung von Thomas Siffling
Interpretationen*
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Begrüßung
*****
Young European Symphony Orchestra unter der Leitung von Jan Paul Reinke
Peter I. Tschaikowski
Violinkonzert D-Dur, op.35
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Pause
Nach der Pause
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Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 8, F-Dur, op. 93
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Thomas Siffling
Uraufführung – Komposition für Sinfonieorchester & Big Band Jazz
* Das Programm der Big Band Jazz
… führt durch die stilistische Vielfalt des Genres – von den Klassikern der Swing-Ära bis zu zeitgenössischen Klangwelten. Werke von Duke Ellington, Cole Porter und Neal Hefti treffen auf Kompositionen moderner Stimmen wie Gordon Goodwin, Chick Corea oder Michel Camilo.
Thomas Siffling
Anticipation
Arr. Chris Perschke
Sammy Nestico
Basie – Straight Ahead
Peter Herbolzheimer
Blues in Latin
Duke Ellington
C Jam Blues
Arr. Dave Wolpe
Gordon Goodwin
Count Bubba
Neal Hefti
Cute
Cole Porter
Easy to Love
Arr. Sammy Nestico
Duke Ellington
In a Mellow Tone
Arr. Oliver Nelson
Sammy Nestico
It’s Oh, So Nice
Neal Hefti
Li’l Darlin’
Jason Marshall
Ms. Garvey, Ms. Garvey!!
Michel Camilo
One More Once
Arr. Ed Gent / D. Bacon
Chick Corea
Spain
Arr. Paul Jennings
W. C. Handy
St. Louis Blues
Arr. Sammy Nestico
Sammy Nestico
The Queen Bee
Bert Joris
Walking Tiptoe
Werke (Sinfonieorchester)
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
Violinkonzert D-Dur, op. 35 (1878)
Tschaikowskys Violinkonzert gehört zu den populärsten und technisch anspruchsvollsten Werken des Konzertrepertoires. Entstanden 1878 in einer Phase kreativer Hochstimmung in der Schweiz, wurde es zunächst als „unspielbar” abgelehnt – und feierte erst 1881 in Wien seinen triumphalen Erfolg. Der erste Satz entfaltet ein breites, sangliches Thema von mitreißender Energie; das innige Canzonetta im zweiten Satz beschwört russische Melancholie, bevor das Finale mit volkstümlichem Schwung und virtuosem Feuerwerk das Publikum begeistert. Ein Konzert, das den Solisten ebenso fordert wie es das Publikum verzaubert.
Ludwig van Beethoven
Sinfonie Nr. 8, F-Dur, op. 93 (1812)
Die Achte ist Beethovens charmanteste, witzigste – und vielleicht am meisten unterschätzte Sinfonie. Entstanden 1812, unmittelbar nach der monumentalen Siebten, überrascht sie mit kompakter Form, sprühender Laune und feiner Ironie. Beethoven selbst soll sie für „viel besser” als die Siebte gehalten haben. Besonders der zweite Satz – ein mechanisch tickendes Allegretto – gilt als musikalisches Porträt des Metronoms, das Beethovens Freund Johann Nepomuk Mälzel gerade erfunden hatte. Die Achte ist keine große Geste, sondern ein geistreicher Kommentar Beethovens auf seine eigene Zeit – und auf die Erwartungen seines Publikums.
sowie Interpretationen (Big Band Jazz) von ...
Duke Ellington
In a Mellow Tone (Arr. Oliver Nelson)
Duke Ellingtons In a Mellow Tone gehört zu den Klassikern des Big-Band-Repertoires – ein Stück von scheinbar müheloser Eleganz. Die 1939 entstandene Komposition lebt von ihrem entspannten Swing und einer harmonischen Raffinesse, die weit über ihre eingängige Oberfläche hinausgeht. In der Bearbeitung von Oliver Nelson erhält das Stück zusätzliche klangliche Tiefe: Dichte Bläsersätze, feine dynamische Abstufungen und Raum für solistische Entfaltung prägen diese Fassung. So verbindet sich Ellingtons unverwechselbarer Ton mit einem moderneren orchestralen Zugriff – lässig, stilvoll und zeitlos.
Cole Porter
Easy to love (Arr. Sammy Nestico)
Cole Porters Easy to Love zählt zu den großen Standards des amerikanischen Songbooks. Ursprünglich 1936 für ein Broadway-Musical komponiert, besticht das Lied durch seine elegante Melodieführung und die typische Mischung aus Raffinesse und Leichtigkeit, die Porters Stil auszeichnet. In der Bearbeitung von Sammy Nestico wird der Song zur Big-Band-Nummer von klassischer Geschmeidigkeit: Warme Bläsersätze, klare Strukturen und ein entspannter Swing lassen die Melodie in neuem Licht erscheinen. Ein Stück von zeitloser Anziehungskraft – stilvoll, zugänglich und voller Charme.
Gordon Goodwin
Count Bubba
Mit Count Bubba zitiert Gordon Goodwin augenzwinkernd die Tradition des Swing – und überführt sie zugleich in die Gegenwart. Das Stück ist eine Hommage an den charakteristischen Big-Band-Sound der Swing-Ära: treibend, präzise und voller Energie. Gleichzeitig erweitert Goodwin die Sprache dieser Tradition um moderne harmonische Wendungen, komplexe Rhythmik und virtuose Passagen für das gesamte Ensemble. Das Ergebnis ist ein Stück, das gleichermaßen vertraut und hochaktuell wirkt – ein kraftvolles Beispiel dafür, wie lebendig Big-Band-Jazz heute sein kann.
Chick Corea
Spain
Chick Coreas Spain gehört zu den bekanntesten Werken des modernen Jazz. 1971 entstanden, verbindet das Stück Elemente des Jazz mit spanisch geprägter Rhythmik und Harmonik – ein Beispiel für die stilistische Öffnung des Genres in Richtung Fusion und Latin Jazz. Berühmt ist bereits die Einleitung, die auf Joaquín Rodrigos Concierto de Aranjuez verweist, bevor das Stück in ein energiegeladenes, rhythmisch komplexes Hauptthema übergeht.
In der Big-Band-Fassung entfaltet Spain eine besondere Klangfülle: Virtuose Bläsersätze, treibende Rhythmen und Raum für solistische Improvisation prägen das Bild. Das Werk steht für einen Jazz, der Tradition aufnimmt und zugleich neue Wege geht – farbenreich, dynamisch und bis heute von ungebrochener Wirkung.
Künstler
Jan-Paul Reinke
Dirigent & Künstlerischer Leiter EYOA (Young European Symphony Orchestra)
Reinke studierte Orchester- und Operndirigat an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und wurde mit dem Richard-Wagner-Stipendium ausgezeichnet. Er sammelte wertvolle Erfahrungen als Assistent von Prof. Stephan Wehr und dirigierte unter anderem die Hochschulorchester Kölns und Stuttgarts, das Stuttgarter Kammerorchester, die Niederrheinischen Sinfoniker sowie das Orchester des Nationaltheaters Mannheim. Seit mehreren Jahren arbeitet er zudem regelmäßig mit dem Kurpfälzischen Kammerorchester zusammen.
Neben seiner Tätigkeit bei der EYOA engagiert sich Reinke besonders in der Nachwuchsförderung. Er leitet das Jugendsinfonieorchester Mannheim (JSOM), mit dem er 2022 den Deutschen Jugendorchesterpreis gewann. Zudem ist er Dozent für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Freiburg und ist musikalischer Leiter des Stamitz-Orchesters Mannheim.
Mit der EYOA verfolgt Reinke eine klare Vision: Es geht ihm nicht nur darum, Europas „Wunderkinder“ zusammenzubringen, sondern Musiker:innen, die sich im Kollektiv weiterentwickeln wollen, eine Idee von Europa haben und sich mit der Zukunft unseres Kontinents auseinandersetzen. Sein Dirigat ist geprägt von Präzision, Energie und künstlerischer Tiefe – Qualitäten, die ihn zu einem gefragten Orchesterleiter machen.
“Ich denke, dass in der Welt, in der wir heute leben, echte Interaktionen wichtiger sind denn je.
Werte wie Freiheit, Akzeptanz oder ein Verständnis für unterschiedliche kulturelle Hintergründe lassen sich nur im direkten Austausch erfahren und hier speziell mit dem verbindenden Element der Musik.
Europa hat nur eine Zukunft, wenn wir miteinander reden.”
<Jan Paul Reinke. EYOA Dirigent>
Thomas Siffling
Musikalischer Leiter des Young European Big Band Jazz Ensembles
Thomas Siffling gehört zu den erfolgreichsten Jazzmusikern seiner Generation im deutschsprachigen Raum. Er studierte Jazz-Trompete in Mannheim und Stuttgart, erhielt zahlreiche Preise – darunter den Jazzpreis des Landes Baden-Württemberg – und tourte mit Unterstützung des Goethe-Instituts durch Indien, Sri Lanka, Kanada, Haiti und Italien.
Als Komponist schrieb er mehrere Ballettmusiken für das Badische Staatstheater Karlsruhe und das Nationaltheater Mannheim. 20 Jahre lang leitete er die SAP Big Band, seit 2019 die International Rotary Big Band.
Mit dem Ella & Louis Live-Jazz-Club im Rosengarten Mannheim hat Siffling einen der renommiertesten Jazz-Clubs Deutschlands etabliert. Ausgezeichnet mit dem bundesweiten Programmpreis „Applaus“ und von Downbeat Magazine in die Top 100 der weltweit besten Jazz-Clubs gewählt, begeistert er hier sein Publikum – live, leidenschaftlich und charmant. Seit 2024 gibt es zudem einen zweiten Club im Holzhausenschlösschen in Frankfurt.
Pressestimmen
Ensembles
Unsere beiden Ensemblesvereinen außergewöhnliche junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Europa. Für unser Young European Symphony Orchestra wurden in diesem Jahr 48 Talente aus insgesamt 13 europäischen Nationen ausgewählt, für die Young European Big Band Jazz sind es insgesamt 19 Talente aus 8 Ländern – die Besten ihrer Generation. In intensiven Probenphasen sind daraus Ensembles gewachsen, die musikalische Exzellenz mit der Energie und Vielfalt eines jungen Europas verbinden.
Ensemble – Young European Symphony Orchestra
Violine I
Alves Matilde Portugal
Demirtas Rüya Türkey
Jakubiec Marta Poland
Marchiș Ada Romania
Nicolenco Alina Moldavien
Ohloff Emilia Germany
Salgado Leonor Portugal
Villafáfila Laura Spain
Wroniszewska Maria Poland
Wu Iona Ireland
Violine II
Campos Esteve Blai Spain
Cirne Leonor Portugal
Fonseca Camila Portugal
Garcelán Bellón Sergio Spain
Gheza Pietro Giosuè Italy
Guzman Pacheco Alicia Spain
Rizo Sofia Spain
Wroniszewska Hanna Poland
Viola
Cobo Martinez Bruno Spain
Embley Joy Swiss
López Cogollos Lara Spain
Madeira Ana Portugal
Mantu Sophia Ireland
Portela Ana Portugal
Yay Demirkan Türkey
Cello
Cid Débora Portugal
López Ortiz Héctor Spain
Mantellassi Edoardo Italy
Ogończyk-Mąkowsk Antonina Poland
Silva Daniela Portugal
Kontrabass
Moreno Hernâdez Daniel Spain
Myśliński Franciszek Poland
Vidal Sales Maria Spain
Flöte
Orpez Celia Spain
Vujanic Iva Serbia
Oboe
Burkali Julia Ungarn
Paiva Simão Portugal
Klarinette
Lämmle, Maximilian, Austria
Stecher, Magdalena, Austria
Fagott
Balboa Pérez Lucia Spain
Suprunov Ivan Portugal
Horn
Amado Arnal Pablo Spain
Ferreira David Portugal
Garcia i Brisa Hèctor Spain
Marques Gustavo Portugal
Trompete
Benlloch Bosch Josep Spain
Hafner Lukas Italy
Pauken
Perna Katia Italy
Ensemble – Young European Big Band Jazz
Trompete
Droiska Nora, Latvia
García i López Martí ,Spain
Pereira Santiago, Portugal
Sbragia Franceschini Bruno, Italy
Wojnarski Brunon, Poland
Posaune
Ballester Angel, Spain
Marti Candela David ,Spain
Pachler Emanuel, Austria
Smolander Juhani, Finland
Soria Alai, Spain
Saxofon
Blanco Aurora ,Spain
Coronado Luis, Spain
Garcia Lleó, Spain
Giner Selam ,Spain
Reillo Ximo, Spain
E-Gitarre
Manicone Federico, Italy
Kontrabass
Cataini Alejo, Spain
Piano
Roig Joan, Spain
Schlagzeug
Termine & Tickets
Galakonzert
Samstag, 12. September 2026
20 Uhr
Musensaal Rosengarten
Mannheim
Einzelsitzverkauf: 65 € / 55 € / 45 €
Schüler:innen & Studierende: 15 €